Vermeide diese 10+1 häufigen Marketing Automation Fehler

Vermeide diese 10+1 häufigen Marketing Automation Fehler

In diesem Artikel

Automatisierung macht dein E-Mail-Marketing besser. Die Möglichkeit, mehr Kunden schneller und mit präziseren Nachrichten zu erreichen, ist zweifelsohne eine gute Sache.

Aber.. wir alle machen Fehler. Punkt. 🙈

Aber muss man als CMO, Marketing-Leiter oder Gründer wirklich gleich ALLE Marketing Automation Fehler machen? Ich denke nicht. 💩

Hier sind die häufigsten Fehler, die du als Marketer mit Email Marketing Automation anstellen kannst, und wie du sie vermeidest.

Fehler Nr. 1: Du bist ein Spammer geworden

Niemand mag Spammer - am allerwenigsten Googles Spamfilter. Wenn die Automatisierung alles so schnell und einfach macht, ist es schwer, der Versuchung zu widerstehen, deine Kontaktliste mit E-Mails zu bombardieren. Die Kennzahlen sehen vielleicht sogar ganz gut aus - aber leider ist das nicht von Dauer.

Irrelevante, ständige E-Mails können zu hohen Abmeldezahlen, einem negativen Markenimage oder dazu führen, dass alle Posteingänge, die du im Laufe der Jahre erobert hast, im Spam-Ordner landen.

Nur weil du häufig E-Mails verschicken kannst, heißt das nicht, dass du es auch tun solltest. E-Mail-Automatisierung ist perfekt, um relevante, personalisierte E-Mails zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zu versenden. Deshalb ist eine einheitliche Customer Journey-Plattform ein so starker Partner für deine Marketing Automation - sie stellt sicher, dass du die gesamte Customer Journey im Blick hast, um die richtige Nachricht zur richtigen Zeit zu verschicken.

Fehler Nr. 2: Du bist ein Roboter geworden

Ja, das kommt vor. E-Mail-Automatisierung sparen dir Zeit bei manuellen Prozessen und helfen dir dabei, deine Inhalte so zu steuern, dass sie geöffnet und angeklickt werden, aber das bedeutet nicht, dass du zum Blechmann werden solltest. Hab ein Herz und sprich von Mensch zu Mensch.

E-Mails mit personalisierten Betreffzeilen werden mit über 25% höherer Wahrscheinlichkeit geöffnet, und personalisierte E-Mails führen zu 6-7 mal höheren Transaktionsraten - ein Verzicht auf Personalisierung kann dein Unternehmen also Umsatz kosten. Nutze Zielgruppensegmentierung und Marketing Automation, um deine Zielgruppe direkt und mit deiner einzigartigen Persönlichkeit anzusprechen.

Fehler Nr. 3: Du testest nicht

Wenn du nicht testest, lernst du nicht.

Um das Beste aus der E-Mail-Automatisierungssoftware herauszuholen, musst du, wo immer möglich, A/B-Tests durchführen, um herauszufinden, welche Nachrichten bei deiner Zielgruppe ankommen.

Auf vielen Plattformen kannst du schnell A/B-Tests einrichten, um verschiedene Betreffzeilen, CTAs, Landing Pages oder Produktbeschreibungen und sogar Gerätekompatibilität zu testen. Mit jedem Test wird dein Marketing stärker.

Fehler Nr. 4: Du nutzt deine Kundendaten nicht

Wenn du einen Tracking-Code implementiert, gute Leadmagneten erstellt und die Daten deiner Kunden erfasst hast, sitzt du auf einem Schatz an Informationen und es ist ein großer Fehler, diesen nicht zu nutzen.

Nimm dir die Zeit, deine Kundendaten zu überprüfen, sie zu segmentieren und ihr volles Potenzial zu nutzen. Das ist der Schlüssel zu effektiven, personalisierten Marketingstrategien, die Marken wie Amazon und Spotify an die Spitze der datengesteuerten Nahrungskette gebracht haben.

Fehler Nr. 5: Du automatisierst nur E-Mails

Automatisierung hört nicht bei E-Mails auf. Du kannst jeden Teil der Customer Journey automatisieren, von dem Moment an, in dem ein Kunde auf deiner Website landet, bis hin zu seiner Konvertierung und seinem weiteren Weg als treuer Kunde.

Eine gute Automatisierungssoftware hilft dir, eine Omnichannel-Marketingkampagne zu erstellen, die die gesamte Customer Journey abdeckt. Du kannst auch interne Prozesse automatisieren, wie Slack-Nachrichten, E-Mail-Benachrichtigungen und mehr.

Fehler Nr. 6: Du konzentrierst dich auf die falschen Metriken

"Meine Öffnungsrate ist hoch, also muss ich etwas richtig machen!" Ja, aber verliere dich nicht in eitlen Messwerten. Öffnungsraten sind gut und schön, aber wie sieht es mit deinen Konversionen aus? Click-throughs? Abbestellungen? Und wie verhalten sich diese im Verhältnis zueinander?

Es ist besser, eine Öffnungsrate von 10 % mit 5 % Konversionen zu sehen als eine Öffnungsrate von 50 % ohne Konversionen. Eine Öffnungsrate von 10 % bedeutet, dass die Betreffzeile wahrscheinlich überarbeitet werden muss, aber die Konversionsrate ist das, was den geschäftlichen Wert steigert, wenn es darauf ankommt.

Werde nicht selbstzufrieden - sieh dir deine Kennzahlen regelmäßig an und frage dich, wie du mehr Wert schaffen kannst, damit sich alles in die richtige Richtung bewegt.

Fehler Nr. 7: Du vernachlässigst die Kundenbindung

Akquise ist wichtig, aber die Kundenbindung ist für jedes Unternehmen mit Wachstumszielen absolut entscheidend. Deine bestehenden Kunden sind ein wichtiges Kapital - viel wertvoller als neue Kunden.

Tatsächlich kostet es 8-mal mehr, einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen zu halten, und eine Erhöhung der Kundenbindung um nur 6% kann den Gewinn um 30-100% steigern.

Verhindere, dass du deine bestehenden Kunden verlierst, indem du automatisierte Nurturing-Prozesse einrichtest, um sie zu pflegen, zu halten und mit ihnen in Kontakt zu treten.

Du könntest z.B. ein Playbook einrichten, das Kunden 90 Tage nach ihrem ersten Kauf eine Umfrage-E-Mail schickt und ihnen einen Rabatt von 10% anbietet. So erhältst du wertvolles Feedback, um dein Produkt und dein Kundenerlebnis zu verbessern, und könntest einen weiteren Kauf von einem Kunden tätigen, der dann vielleicht eher zu einem treuen Kunden wird.

Fehler Nr. 8: Du machst 'Batch and Blast'

Um fair zu sein - Batch and Blast hat ein paar Anwendungen. Wenn du ein brandneues Unternehmen bist, hast du nicht viele andere gute Möglichkeiten. Aber wenn du deine Zielgruppe erst einmal festgelegt hast, ist es viel besser, wenn du sie anhand von Daten wie demografischen Daten, Website- oder Produktaktionen und früheren Käufen in Listen segmentierst.

Einige gute Anwendungsfälle (Use Cases) für die Segmentierung deiner E-Mail-Listen sind:

  • Erstelle eine Liste mit Kunden, die ihren Einkaufswagen an der Kasse abgebrochen haben, damit du sie fragen kannst, ob sie noch an einem Kauf interessiert sind.
  • Sprich die Besucher deiner Website an, die deine Preisseite mehrmals besucht haben, denn die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie an einem Kauf interessiert sind.
  • Erstelle ein Segment von Kunden, die eine bestimmte Anzahl von Klicks auf bestimmte Inhalte gemacht haben, damit du sie mit verwandten Inhalten ansprechen kannst.

Fehler Nr. 9: Du vergisst auf dein Sales Team

Sales Teams sollten nie in einem 'Vakuum' arbeiten. Sie sind ein wichtiger Teil des Marketing Funnels und je besser die Teams zusammenarbeiten, desto besser ist das Ergebnis für alle.

Beziehe dein Sales Team mit ein, wenn du automatisierte E-Mail-Abläufe erstellst, um Follow-ups, Bearbeitungszeiten, die Häufigkeit von Nachrichten und vieles mehr festzulegen.

Fehler Nr. 10: Du hast deine Email-Liste gekauft

Der Kauf einer Zielgruppe ist vielleicht verlocken, aber in jedem Fall ein Fehler. Really.

Du bezahlst für eine Liste von Emailadressen, die höchst unqualifiziert sind und sich wahrscheinlich abwenden werden - falls die Menschen dahinter überhaupt existieren. Das ist eine Strategie, die viel Geld kostet und langfristig wenig bis gar kein Wachstum bringt.

Anstatt Listen zu kaufen, solltest du dich für eine Inbound-Marketing-Strategie entscheiden, die durch eine starke Verbreitung von Inhalten unterstützt wird. Organische Kunden kaufen eher bei dir und sind empfänglicher für das Lifecycle Nurturing von Leads. Das ist zwar langsamer, aber sehr effektiv und viel nachhaltiger, ganz zu schweigen davon, dass es sich lohnt!

Zusatzfehler Nr. 11: Du automatisierst überhaupt nicht

Der größte Fehler von allen? Die Marketing Automation ganz zu ignorieren. Deine Kunden sind ständig über mehrere Kanäle, Geräte und Apps verteilt. Es ist schwer, mit ihnen Schritt zu halten, und mit jeder neuen Plattform, die auf den Markt kommt, wird es schwieriger.

Ohne Automatisierung, die sich um all die Datensätze, Zielgruppensegmente, Touchpoints und mühsamen manuellen Aufgaben kümmert, riskierst du, ins Hintertreffen zu geraten.

Mit Automatisierung hast du mehr Zeit und Möglichkeiten, die Konversionen zu steigern und den ROI deines Unternehmens zu maximieren.

Letzte Aktualisierung am 
29.4.2022
Markus Feigelbinder