5 Dinge die CEOs im digitalen Marketing tun sollten

5 Dinge die CEOs im digitalen Marketing tun sollten

In diesem Artikel

1. Verlange einen Detail-Berichte auf Monatsbasis

Du wirst dich (und dein Marketer-Team) verrückt machen, wenn du täglich einen Bericht verlangst. Auch hier gilt: Wenn du deinem Team vertraust, lass dich einmal im Monat darüber informieren, was funktioniert und was nicht. Frag nach Trendlinien, nicht nach täglichen Bewegungen.

Nutze die Gelegenheit, um Einblicke zu gewinnen und zu besprechen, wie du deine Bemühungen insgesamt verbessern kannst.

2. Kenne den Wert einer Conversion

In der heutigen digitalen Welt können wir so gut wie alles messen - zu einem gewissen Preis. Aber wenn es um digitales Marketing und PPC geht, ist die wichtigste finanzielle Zahl, die CEOs kennen müssen, der Wert einer Conversion. Mit Conversion meine ich, dass jemand auf die Seite klickt und die gewünschte Aktion ausführt - z. B. eine Demo oder ein Treffen anfordert.

Lass uns ein bisschen rechnen.

Berechne zunächst den Lifetime Value (LTV) für einen durchschnittlichen Neukunden:

LTV = Der Betrag, den der durchschnittliche Kunde pro Jahr an dein Unternehmen zahlt, x die Zeit, die der durchschnittliche Kunde bei dir bleibt.

Warum ist das wichtig? Ein CEO sagte mir einmal, dass er sich weigerte, Pay-per-Click Advertising als Teil seines Marketingprogramms einzusetzen, weil es ihn 50 Euro pro Klick kostete und nur einer von 20 Klicks in eine Demo umgewandelt wurde. Die Kosten für eine Konversion betrugen also 1.000 Euro. Etwa 1 von 25 Konversionen führte zu einem Abschluss. Es kostete ihn also 25.000 Euro, um einen Abschluss zu erzielen.

Viele werden instinktiv sagen, dass das dramatisch hoch ist! Nicht wirklich. Wenn das angebotene Produkt des Unternehmens einen siebenstelligen Preis und fünfstellige jährliche Wartungskosten hat und der typische Kunde sieben Jahre lang bleibt, liegt der LTV (Lifetime Value) bei etwa 3 Mio Euro. Da ist die Rechnung plötzlich sehr einfach, 25.000 Euro zu investieren, um 3 Mio Euro zu verdienen.

Wenn du deinen LTV kennst, sollte dein Marketer in der Lage sein, ein Pay-per-Click Modell zu entwickeln, das die Ausgaben pro Klick auf der Grundlage dieser Gleichung auf einen akzeptablen Wert begrenzt.  

3. Vertraue deinen Mitarbeitern

Du hast sie angeheuert. Du wirst schnell merken, ob du es mit jemandem zu tun hast, der weiß, wovon er redet - oder ob er Mist baut und sich hinter Daten versteckt. Wenn du nicht dem ganzen Team vertrauen kannst, ist das ein ganz anderes Problem. Aber wenn du jemanden für eine Aufgabe einstellst, die sehr detailliert ist und bei der sich eine Menge Dinge bewegen, musst du darauf vertrauen können, dass er oder sie es kann.

4. Verstehe die Mathematik des digitalen Marketings

Mach deinem Marketer nicht die Hölle heiß, wenn die Klickrate (CTR) bei Retargeting-Anzeigen "nur" 1,5 % beträgt oder eine Landing Page "nur" 3 % umsetzt. Bedenke, dass wir zwar die Möglichkeit haben, bestimmte demografische, geografische und andere Profile anzusprechen, aber digitale Werbung ist ein Spiel mit Größenordnungen.

Eine erwartete CTR beim Retargeting liegt unter 1%. Eine akzeptable Konversionsrate auf einer Landing Page liegt oft bei 2%. Kenne die Branche und die allgemeinen Standards - und sei dir darüber im Klaren, dass es für die verschiedenen Anzeigentypen unterschiedliche Standards gibt.

Bitte dein Team, Benchmarks festzulegen und im monatlichen Bericht Trendlinien anzugeben. Außerdem ist es nicht ungewöhnlich, dass sich eine neue Kampagne wie eine Lokomotive verhält. Es kann sein, dass sie nur langsam Fahrt aufnimmt und wirklich in Fahrt kommt. Die Chancen stehen gut, dass die ersten 50 Klicks dir wenig wirtschaftlichen Nutzen bringen - aber eine Fülle von Erkenntnissen.

5. Behalte immer das Big Picture im Blick

Es geht nicht nur um PPC, Remarketing oder Display-Anzeigen. Es geht um die gesamte Customer Journey.

Du vertraust darauf, dass dein digitaler Marketer (oder deine digitale Marketingagentur) dir Leads bringt. Es liegt an dir, auf alles andere zu achten.

Ein typisches Beispiel: Ein Kunde hatte eine Zeit lang eine Kampagne laufen, die im Rahmen einer akzeptablen CTR und Conversion Rate lag. Aber nur 1 von 40 potenziellen Kunden, die die Demo-Phase erreicht hatten, wurde zum Abschluss gebracht. Die unwillkürliche Reaktion des CEOs? "Wir brauchen mehr Leads!" Die Realität war, dass sie sich überlegen mussten, wie sie die Leads, die sie bekamen, besser abschließen konnten.

Fazit

Digitales Marketing und besonders Performance Marketing sind sehr komplex.

Als CEO, und auch CMO, hast du keine Zeit, die Formulierung des CTA-Buttons zu überarbeiten. Deine Aufgabe ist es, dich auf das große Ganze zu konzentrieren.

Das bedeutet ROAS - Return on Ad Spend. Achte darauf, dass dies in deinen monatlichen und vierteljährlichen Berichten berücksichtigt wird. Erleichtere den Aufbau eines geschlossenen Feedbackkreislaufs, in dem der Vertrieb dem Marketer über die Qualität der Leads berichten kann, einschließlich der Frage, ob ein Interessent abgeschlossen hat und warum.

Hier geht es zum Artikel '5 Dinge die CEO im digitalen Marketing NICHT tun sollten'.

Letzte Aktualisierung am 
29.4.2022
Markus Feigelbinder